Leseprobe "Der kleine Luftballon - ein schamanisches Märchen über das Auf- und Absteigen"

Einst wurde ich gefragt, wie aus meiner Sicht mit Fremdenergien und Besetzungen umzugehen sei und wie sich ein Mensch, der sich darin "verheddert hat", davon wieder erholen kann. Aus meiner Antwort darauf ist eine kleine Geschichte geworden und ich finde, sie ist ein tolles Thema für ein kleines Buch, denn diese Frage betrifft ja doch den einen oder die andere von uns.

Für mich ist das Thema "Fremdenergien und Besetzungen" eng mit der Frage nach "Abstieg und Aufstieg" verbunden. Viel ist ja die Rede vom Aufstieg in den letzten Jahren. Also schauen wir uns das doch einfach einmal an.

So wie sich mir das Leben in dem Menschenkollektiv auf der Erde darstellt, haben wir vor etlichen Jahrtausenden gemeinschaftlich mit Mutter Erde und anderen erdverbundenen Wesen beschlossen, einmal zu schauen, wie es wohl so sein mag, wenn wir vergessen, wer wir sind und wie es sich in diesem Dunkel des Vergessen so lebt. Wir waren voller Abenteuerlust und Neugier! Naja, zumindest kann ich mich daran bei mir erinnern, denn dieselbe Abenteuerlust spüre ich noch immer.

Da wir aber ja unendlich und eins sind, brauchten wir Unterstützung beim Begrenzen und Vergessen. Doch ich will mit dem Anfang beginnen: mit meiner ganz eigenen, kleinen Schöpfungsgeschichte ...


Ein kurzer Auszug aus der Geschichte:

Die Geschichte vom kleinen Luftballon

Es war einmal ein Luftballon auf dem Meer. Er war voll und prall gefüllt mit Luft, so wie ein Luftballon es sein sollte. Doch unser Luftballon war ein neugieriges, kleines Kerlchen und wollte unbedingt wissen, wie es wohl unter Wasser aussehen mochte. Er hatte von Fischen gehört und Quallen – man sagte, manche Quallen seien so gut wie unsichtbar! –, von Korallen, Algen und Krabben. Wieder und wieder versuchte er, einen Blick unter die Wasseroberfläche zu erhaschen, doch es gelang ihm immer nur für Sekunden, die Zauberwelt unter sich zu sehen.

Eines Tages traf er auf einen Seeigel und er fragte den Igel, ob er ihm nicht ein paar Löcher in die Haut stechen könne. Auf diese Weise könne er die Luft aus sich heraus lassen und unter die Wasseroberfläche gelangen. Der Seeigel tat ihm den Gefallen. Und unser Luftballon ließ sich einfach in das dunkle Nass fallen.

Viele aufregende Abenteuer erlebte er dort. Er brauchte Mut, verliebte sich in ein Seepferdchen, erfuhr auch den Herzschmerz, denn mal ehrlich: ein Seepferdchen und ein Luftballon passen einfach nicht zusammen, genoss den Anblick und traf auf  Tiefseewesen. Diese halfen ihm, noch weiter in die Tiefe zu gehen. Sie banden sich an ihn und zogen und zogen und zogen ihn mit hinunter.

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