11 Schritte zu wirkungsvoller Veränderung

Ich habe eine Klientin, die sehr ehrlich mit sich selbst und mit anderen ist. Nach einer schamanischen Arbeit mit ihr, erzählte sie mir einige Tage später, dass es ihr besser ginge und mit dieser Veränderung zu tun hätte. Es würde einige Zeit brauchen, dass sie sich daran gewöhnt.

Dass ihr das so aufgefallen ist und sie es so klar benennen konnte, fand ich großartig.

Sicherheit versus Veränderung

Ich konnte dieses Phänomen an mir selber und auch an anderen Menschen ebenfalls immer wieder einmal beobachten. Da gibt es Einstellungen, äußere Umstände, alte Emotionen, die uns nicht gut tun oder gar Angst machen und dennoch verändern wir nichts, einfach aus dem Grund, dass wir diese Angst, Emotionen, Umstände kennen. Durch dieses Kennen, durch diese Gewohnheit erfahren wir – so paradox das auch immer sein mag – Sicherheit.

 

 

Es kann tatsächlich so paradox werden, dass wir uns zum Beispiel  in sehr gefährlichen oder tatsächlich unsicheren Situationen befinden und diese uns die Sicherheit des Gewohnten geben. Wir wissen, wie sich die alte Situation, die alten Einstellungen anfühlen. Wir haben auch funktionierende Verhaltensweisen entwickelt und haben psychische und emotionale Werkzeuge und Strategien, mit denen wir auf diese alten Situationen reagieren können. Und wir wissen, wie die Umwelt auf uns in dieser Situation reagiert. All das gibt uns Sicherheit.

Neue Werkzeuge

Wenn wir nun also etwas tun oder denken, durch das wir uns besserer, leichter, freier fühlen, werden wir mit neuen Gefühlen, Gedanken, Situationen und Reaktionen von anderen konfrontiert. Unsere alten Werkzeuge funktionieren nicht mehr. Wir müssen uns neu orientieren. Vielleicht müssen wir, wenn wir uns besser fühlen wollen, auch die äußeren Umstände verändern. Zu diesem Prozess gehört also Mut und auch eine gehörige Portion Wille und Ausdauer.

Es gibt einige Möglichkeiten, diesen Übergang in das Neue fluffig zu gestalten. Hier sind ein paar Punkte, die dir vielleicht dabei helfen können:

  • Nimm wahr, welche Herausforderungen du mit einer Veränderung hast.
  • Sei vollkommen ehrlich mit dir selbst.
  • Nimm dir die Zeit, die du für die Veränderung brauchst. Es geht nicht darum, schnell zu sein, sondern dass die Veränderung tatsächlich geschieht.
  • Gehe Schritt für Schritt.
  • Versuch nicht, deine Angst vor der Veränderung oder deine Unsicherheit wegzudrücken. Druck erzeugt Gegendruck. Nimm sie einfach wahr, lasse sie zu und schau in dir, welche Ressourcen du außerdem noch hast. Vielleicht findest du Mut, Geduld, genug Wille, Hoffnung, Austausch mit anderen Menschen oder vielleicht mit geistigen Wesen.
  • Überlege dir, ob du tatsächlich bereit bist, das Alte gehen zu lassen. Schau dir sehr genau an, was du für Vorteile in der alten Situation hattest. Gibt es dort etwas, das dir vielleicht sehr wertvoll ist? Dann überlege dir, wie du das, was du in der alten Situation hattest und dir wertvoll ist, in der neuen Situation integrieren kannst. Es kann jedoch sein, dass du feststellst, dass du nur das eine oder das andere sein oder haben kannst. In dem Fall musst du bereit sein, ein Opfer zu bringen – entweder das Alte oder das Neue. Oft findet sich das Wertvolle dann auf veränderte Weise in der neuen Situation doch wieder.
  • Es ist in Ordnung, traurig zu sein. Gib deiner Trauer Zeit und Raum.
  • Beobachte, wie du dich in der neuen Situation fühlst.
  • Hole dir die Unterstützung z. B. von Freunden oder auch professionellen Beratungsstellen, die du brauchst.
  • Gib nicht gleich auf, wenn es nicht sofort klappt. Wie gesagt, wir verfallen leicht zurück in die Gewohnheit, einfach weil wir sie kennen. Übe Nachsicht mit dir.
  • Sei neugierig.

Erlaubnis zum Glücklichsein

Veränderung beginnt also damit, dass du dir zunächst die Erlaubnis zum Glücklich(er)sein gibst und dich dann auf den Weg machst. Allein mit der Entscheidung, den Weg der Veränderung tatsächlich zu gehen, dreht sich das gesamte Universum für dich in die gewünschte Richtung. Es mag sein, dass du auf Hindernisse stößt. Das sind die unbewussten Anteile in dir, die sich dir auf diese Weise zeigen. Daher ist es sehr hilfreich, in diesen Prozessen aufmerksam zu sein.

Wenn du bereits den einen oder anderen bewussten Veränderungsprozess hinter dir und gemeistert hast, wächst dein Vertrauen – sowohl dein Vertrauen in dich und in deine Kraft, als auch das Vertrauen in das Leben und den Prozess selbst.

Das ist gelebte Selbstliebe.