9 Ideen zur energetischen Seelenhygiene

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Es gibt inzwischen bereits tolle Beiträge zum Thema Seelenhygiene. Hier z.B. “Seelenhygiene: 10 Tipps für eine starke seelische Resilienz” auf trixiness.de. Dennoch ist mir seit einiger Zeit im Sinn, ebenfalls einen Beitrag dazu zu schreiben, mit ein paar weiteren Möglichkeiten, seelisch-energetische Hygiene zu betreiben.

Ich selbst widme mich meiner Seelenhygiene relativ regelmäßig und bin immer wieder erstaunt, wie schnell und deutlich spürbar die Auswirkungen sind.

Mir geht es dabei nicht so sehr um die emotionalen und mentalen Aspekte, sondern wirklich um die energetischen.

 

Seelenhygiene - weißer Salbei als Desinfektion für deine Aura

 

Wozu Seelenhygiene?

Vielleicht zunächst ein paar Worte darüber, warum du Seelenhygiene betreiben solltest. Selbst, wenn du regelmäßig meditierst, dich innen aufgeräumt fühlst und dein Innenleben für ebenso wichtig wie hältst wie dein äußeres Leben, bist du doch sicher niemals frei von Haken, an denen “fremde” Energien andocken können und es auch tun. Wie wir alle hast auch du unbewusste Anteile oder bist im Alltag manchmal abgelenkt und kannst nicht angemessen auf ankommende Energien reagieren.

So, wie wir uns ganz selbstverständlich die Hände waschen, wenn wir nach Hause kommen, weil wir wissen, dass sich da ganz sicher irgendwelche ungewollten Mikroorganismen angesammelt haben, ist es sinnvoll, selbstverständlich Seelenhygiene zu betreiben.

Alles, was ich dir im folgenden vorschlage, habe ich selbst ausprobiert und kann sie nur weiter empfehlen.

Abräuchern

Manchmal, wenn ich unter vielen Menschen war und wenig Zeit hatte, mich um meine energetischen Belange zu kümmern, fühle ich mich schlapp und müde, wenn ich zu Hause bin. Dann gebe ich mir ein wenig Zeit und schaue, ob ich mich wieder erhole und es sich einfach nur um eine Art Überlastung gehandelt hat oder ob ich doch nicht wieder hoch komme.

Wenn ich mich nicht von alleine wieder besser fühle, dann räuchere ich mich ab. Dazu nehme ich meine Räucherschale, zünde eine Stück Räucherkohle an und lege weißen Salbei drauf, der wunderbaren Rauch macht. Der Rauch des weißen Salbeis fühlt sich für mich an, wie eine Art Desinfektionsmittel für die Aura. Ich muss gar nicht immer wissen, was sich vielleicht in mein System gehängt hat. Es reicht, wenn es einfach wieder entfernt wird.

Nur, wenn etwas hartnäckig ist und nicht schnell und leicht wieder geht, ist es sinnvoll, einen enaueren Blick darauf zu werfen und der eigentlichen Ursache auf die Spur zu kommen.

Natürlich kannst du auch etwas anderes als weißen Salbei nehmen. Hier in Deutschland wächst z.B. Beifuß im Wald oder im Garten. Auch der bringt deine Aura wieder in Schuss. Verlasse dich auf dein Gefühl, wenn es darum geht, das richtige Räuchermittel für dich zu nutzen.

Abrasseln

Einen ähnlichen Effekt hat das Abrasseln. Wenn du kein Räuchermittel im Haus hast, dafür aber vielleicht eine Rassel, kannst du dich auch abrasseln lassen. Das Rasseln bringt wieder Ordnung in dein System und wirbelt Energien, die nicht hinein gehören, wieder hinaus.

Waldbaden

Auch der Wald bringt dein Energiesystem wieder in die Balance. Was unserem System zusetzt, sind meist Gedanken und Gefühle der Trennung. Bäume sind nach meiner Erfahrung nie aus dem EinSein hinaus getreten. Im Wald ist diese Energie stark. Der simple Aufenthalt in diesem Energiefeld, richtet deine eigene Energie wieder aus und sorgt für Ordnung.

Zwei Väter & eine Mutter

Der nächste Vorschlag mag für dich eigenartig klingen, doch vielleicht findest du den Mut, ihn einmal umzusetzen.

Ich bitte regelmäßig Vater Tod durch meinen Körper, mein Energiesystem, eine bestimmte Beziehung, meine Arbeit oder was auch immer mit mir zu tun hat zu fließen und alles mitzunehmen, was nicht (mehr) zu mir gehört, was tötet, was nicht in die Beziehung gehört, was Leben behindert.

Vater Tod fühlt sich im ersten Moment vielleicht etwas beklemmend an. Doch das liegt zu großen Teilen auch einfach daran, dass wir ihn fürchten und ihn nicht als das ansehen, was er eigentlich ist: ein wunderbarer Über-die-Schwelle-Helfer.

Als ich ihn das erste Mal gebeten habe, durch meinen Körper zu fließen und alles mitzunehmen, was meinen Körper nicht unterstützt, meinte er, dies sei eine großartige Verjüngungskur und ich solle das ruhig öfter tun.

Ich lasse Vater Tod also durch mich hindurch fließen und spüre bereits Erleichterung.

Danach bitte ich Mutter Erde (Expertin für Materie) und Vater Himmel (Experte für alles Geistige), meinen Körper, mein Energiesystem, meine Arbeit, eine bestimmte Beziehung mit allem zu nähren und alles in Harmonie zu bringen, was der Nahrung und Ordnung bedarf.

Manche Auswirkungen sind schnell spür- und manchmal auch sichtbar und manche benötigen länger. Es kommt natürlich auf den Grad der Unordnung an. Zudem sind wir ja nicht immer alleine an einer Manifestation beteiligt. Wenn andere Menschen dauerhaft im Spiel sind, wie z.B. in einer Beziehung, werden sichtbare Veränderungen langsamer und zäher. Dennoch ist die Seelenhygiene gerade auch in Partnerschaften wichtig.

Rücktausch von Seelenanteilen

Das Verschmelzen mit dem geliebten Partner bzw. der geliebten Partnerin ist wunderbar. Mit Menschen gibt es wohl kaum intensivere Wege dem Gefühl der Einheit allen Seins nahe zu kommen. Wir lieben ihn oder sie und lassen unsere Seelen miteinander tanzen und eben verschmelzen. Dabei kann es dazu kommen, dass wir ohne es zu bemerken, Seelenanteile austauschen. So fühlen wir einander zutiefst verbunden.

Schwierig kann es allerdings dann werden, wenn es z.B. aus beruflichen Gründen Zeiten der Trennung gibt. Dann fühlen wir uns schlapp und sind nicht ganz bei uns. Das liegt daran, dass wir tatsächlich nicht ganz bei uns sind, denn ein Teil unserer Seele ist beim Partner oder der Partnerin und fehlt uns.

In einem solchen Fall können wir einfach die Seelenanteile zurück tauschen. Wir bitten unseren eigenen Seelenanteil, wieder zu uns zurück zu kommen. Oder wir bitten unsere Geister, unseren Seelenanteil wieder zu uns zurück zu bringen. Und wir sollten auch darum bitten, alle Seelenanteile, die eigentlich unserem Partner oder unserer Partnerin gehören, wieder zu ihm oder ihr zurück zu bringen.

Diese Auswirkungen sind sofort spürbar. Du fühlst dich wieder vollständig, auch wenn dein Partner bzw. deine Partnerin entfernt ist. Du spürst, dass du ihn oder sie nicht wirklich brauchst, um dich ganz zu fühlen, kannst wieder ganz zu dir selbst kommen und dich auf das Wiedersehen und die nächste Verschmelzung und Seelenverwurschtelung freuen.

Mit Kindern oder Eltern kommt es auch gerne zum Austausch von Seelenanteilen, manchmal auch mit Kollegen oder Freunden.

Egal, um wen es sich handelt und ob der Austausch der Seelenanteile tatsächlich so freiwillig stattfindet, wie im beschriebenen Fall, es ist hilfreich, Seelenanteile wieder zurück zu holen und zu geben.

Trennen negativer Energiebänder

Auch das Trennen negativer Energiebänder zwischen Seelen in dauerhaften Beziehungen sollte zur regelmäßigen Seelenhygiene gehören. Es gibt Beziehungen, die lassen sich nicht ohne weiteres beenden, auch wenn sie uns vielleicht nicht gut tun, z.B. die Beziehung zwischen Eltern und Kindern oder wir sind mit einem Expartner aufgrund von gemeinsamen Kindern konfrontiert oder … oder

Doch auch in stärkenden Beziehungen kann es Bänder zwischen Seelen geben, die negativ wirken. Wie ich bereits geschrieben habe, tragen wir alle unbewusste und vermutlich auch (von uns) ungeliebte Anteile in uns.

Es geht nicht darum, diese negativen Energiebänder zu bewerten oder gar zu verurteilen. Und schon gar nicht geht es darum, sich selbst zu verurteilen, weil wir vielleicht “immer noch in alten Mustern hängen”. Es geht einfach darum, diese Bänder zu trennen. Notfalls immer wieder. Wenn wir eine körperliche Wunde haben, desinfizieren wir sie auch immer wieder, wenn sie schmutzig geworden ist. Irgendwann ist die Wunde geheilt und Schmutz kann ihr dann nichts mehr anhaben.

Diese Bänder trennst du, indem du beschließt, dass es geschieht oder du bittest deine Geister darum oder du imaginierst eine große Schere. Wie auch immer du es tust, auch diese Auswirkung spürst du schnell. Es fühlt sich nach Erleichterung an.

Ins Blaue hinein

Auch wenn es keinen konkreten Anlass gibt, ist es sinnvoll, immer mal wieder Seelenhygiene ins Blaue hinein zu betreiben. Wir waschen uns mehrmals am Tag die Hände, auch wenn sie nicht offensichtlich schmutzig sind. Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass Sauberkeit für einen besseren Gesundheitszustand sorgt. So ist es auch auf Seelenebene.

Ich selbst kümmere mich immer wieder um meine Seele auf die beschriebene Weise und bin immer wieder erstaunt, was sich energetisch in mir alles bewegt, wenn ich es tue. Manchmal bin ich auch erstaunt darüber, wenn sich wenig tut. Dann gilt es genauer hinzuschauen.

Wenn Seelenhygiene nicht hilft

Es gibt Situationen, in denen Seelenhygiene nicht ausreichend ist. Wenn es z.B. nicht mehr nur um leichte Fälle von Seelenverwirrungen geht, wenn großer Seelenschmerz mit den Verwirrungen verbunden ist, wenn Angst im Spiel ist und wir gar nicht richtig hinschauen wollen, wenn es etwas zu lernen gibt und wir auf jeden Fall genauer hinschauen sollen.

Unter Umständen merken wir nicht einmal, dass es uns an einer bestimmten Stelle seelisch schlecht geht, weil wir gewohnt sind, dass es uns auf diese Weise geht. Wir empfinden das als normal und kennen nichts anderes. Dann ist es so und wir werden damit solange leben, bis das Leben uns in eine Situation bringt, in der wir nicht umhin können wahrzunehmen.

Wenn wir merken, dass es uns schlecht geht, aber alleine nicht weiter kommen, sollten wir uns Hilfe holen. Auch ich als Schamanin habe ich meine blinden Flecke und suche mir Hilfe bei Kollegen, wenn ich Hilfe brauche. Es ist wichtig zu wissen, dass blinde Flecken keine Schwäche sind. Sie sind eine natürliche Schutzfunktion der Seele.

Seelenhygiene im Fall von Retraumatisierung

Manchmal sind wir z.B. unter Menschen oder an bestimmten Orten und fühlen uns plötzlich schlecht, bekommen schlechte Laune, werden sehr müde, aggressiv oder traurig. Nicht immer hat sich dann eine negative Energie an uns angedockt oder saugt uns gerade ein anderes Wesen aus. Manchmal treffen wir auf Energiefelder, die uns retraumatisieren.

Sie schwingen auf eine bestimmte Art und Weise, die wir kennen, die uns schmerzt und die in unserem Energiesystem ebenfalls (noch) vorhanden ist. Wir haben diesen Schwingungszustand aber inzwischen verlassen und die dazugehörige Wunde ist im Großen und Ganzen verheilt.

Wenn wir in ein solches Energiefeld geraten, kann es sein, dass es unser eigenes Energiesystem wieder auf diese Weise zum Schwingen bringt. Wie eine Gitarrensaite in Resonanz mit einer Schwingung geht, die vielleicht eine andere Gitarrensaite aussendet.

Das ist in der Situation selbst nicht so einfach zu erkennen. Wenn du alle Seelenhyienemaßnahmen durchlaufen hast und es geht dir danach immer noch so, dann schau wirklich genau hin. Spüre, was los ist. Woran erinnert dich dein jetziger Zustand, dein jetziges Gefühl?

In einem solchen Fall ist es hilfreich, einfach nur zu verstehen, was los ist. Es ist wie eine alte Wunde, die eben angestupst wurde und nochmal schmerzt, aber nicht wirklich gefährlich ist. Das ist dann etwas, was du aushalten musst und was tatsächlich die Zeit vergehen lässt. Tu’ dir etwas Gutes, nimm ein Bad oder gehe eine Runde im Wald spazieren. Der Wald spendet immer auch Trost.

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar hilfreiche Ideen geben
und wünsche dir nun ein seelensauberes Gefühl,
herzlich Tanja Richter

 


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